Abschiedsgeschenk für Kollegen: 10 Ideen, die bleiben
Ein Kollege verlässt das Team? 10 durchdachte Ideen für ein Abschiedsgeschenk zum Jobwechsel – plus Tipps zur Sammlung im Team und zur Übergabe.
Warum die meisten Abschiedsgeschenke schon nach wenigen Monaten vergessen sind
Eine Kollegin wechselt den Job. Man sammelt im Großraumbüro, jemand kauft schnell einen Gutschein, dazu eine Karte mit fünfzehn Unterschriften – und drei Monate später erinnert sich niemand mehr daran. Schade, denn ein Abschied nach mehreren gemeinsamen Jahren verdient mehr als eine Verlegenheitslösung.
Der Grund für diese Beliebigkeit ist selten mangelnde Wertschätzung, sondern Zeitdruck. Die Verabschiedung steht am Freitag an, die Sammlung läuft seit Dienstag, und am Donnerstagabend sucht jemand hektisch nach etwas Passendem. Wer sich stattdessen eine halbe Stunde Zeit nimmt, findet ein Geschenk, das den Anlass überdauert.
Dieser Ratgeber behandelt den Abschied von Kolleginnen und Kollegen, die das Unternehmen verlassen: Jobwechsel, Teamwechsel, Elternzeit oder Sabbatical. Geht jemand in den Ruhestand, gelten andere Maßstäbe – dazu finden Sie alles unter Geschenk zum Ruhestand.
Erst der Anlass, dann das Geschenk
Bevor Sie über konkrete Ideen nachdenken, klären Sie den Anlass. Er verändert die passende Wahl stärker, als die meisten Geschenklisten vermuten lassen.
Jobwechsel zu einem anderen Unternehmen
Die Person geht weiter, nicht weg. Der Kontakt bleibt oft bestehen, manchmal begegnet man sich beruflich wieder. Passend ist alles, was einen Neuanfang markiert. Vermeiden Sie Geschenke, die an das alte Unternehmen erinnern – eine Tasse mit Firmenlogo landet garantiert im Schrank.
Wechsel in ein anderes Team oder an einen anderen Standort
Ein halber Abschied: Man sieht sich weiterhin, nur seltener. Hier funktionieren Geschenke gut, die die gemeinsame Zeit würdigen, ohne einen Schlussstrich zu ziehen.
Elternzeit oder Sabbatical
Temporäre Abschiede. Das Geschenk sollte die Rückkehr offenlassen und keinen endgültigen Charakter haben. Etwas, das in der Zwischenzeit begleitet, passt besser als ein Rückblick.
Vorgesetzte
Hier gelten andere Regeln als bei Kolleginnen und Kollegen auf gleicher Ebene. Zu Persönliches wirkt schnell unangemessen, zu Neutrales dagegen kühl. Die sichere Zone liegt bei etwas Hochwertigem mit symbolischem Gehalt.
Zehn Ideen für ein Abschiedsgeschenk, das bleibt
1. Ein Baum als Abschiedsgeschenk
Von allen Ideen in dieser Liste ist dies die einzige, die in zwanzig Jahren noch existiert – und dann größer ist als am Tag der Übergabe. Genau das macht einen jungen Baum zu einem starken Bild für einen Berufsabschnitt, der endet, und für alles, was daraus gewachsen ist.
Praktisch funktioniert es so: Der Baum kommt als junges Bäumchen mit Wurzelballen, verpackt und mit einer persönlichen Nachricht des Teams. Der Beschenkte pflanzt ihn im eigenen Garten ein – oder, wenn kein Garten vorhanden ist, zunächst in einen ausreichend großen Kübel auf Balkon oder Terrasse.
Die Baumart lässt sich auf den Anlass abstimmen. Ein Glücksbaum passt zum Start in etwas Neues und ist damit die naheliegende Wahl beim Jobwechsel. Ein Ginkgo gilt als Sinnbild für Widerstandskraft und Beständigkeit – passend für jemanden, der Ihr Team über viele Jahre mitgetragen hat. Ein Birkenbaum steht für Neubeginn und Aufbruch. Eine Übersicht aller Arten und ihrer Bedeutung finden Sie unter Baumarten.
Für wen geeignet: Nahezu jeder Anlass und jede Hierarchieebene. Besonders stark bei langjährigen Kolleginnen und Kollegen.
2. Ein Erinnerungsbuch mit Beiträgen des gesamten Teams
Jede Kollegin, jeder Kollege gestaltet eine Seite: eine Anekdote, ein Foto, ein Satz. Der Aufwand ist erheblich und die Organisation braucht mindestens zwei Wochen Vorlauf – dafür ist das Ergebnis unersetzlich. Funktioniert am besten in Teams bis etwa fünfundzwanzig Personen.
3. Ein Erlebnisgutschein statt eines Geldgeschenks
Wenn im Team gesammelt wird, ist ein Umschlag mit Bargeld die häufigste und schwächste Lösung. Ein konkreter Erlebnisgutschein – Kochkurs, Konzert, Wochenende – zeigt, dass jemand nachgedacht hat. Voraussetzung: Sie kennen die Interessen der Person tatsächlich. Im Zweifel ist ein flexibler Gutschein ehrlicher als eine schlecht getroffene Vermutung.
4. Etwas für den ersten Tag im neuen Job
Eine hochwertige Notizbuch-Stift-Kombination, eine gute Thermoskanne, eine Laptophülle: Gegenstände, die am neuen Arbeitsplatz täglich benutzt werden und dabei an das alte Team erinnern. Dezent statt bedruckt.
5. Ein gerahmtes Teamfoto
Klassisch und funktioniert – aber nur, wenn das Foto gut ist. Ein hastig geschossenes Handybild im Konferenzraum wirkt lieblos. Planen Sie einen Termin für die Aufnahme ein, idealerweise Wochen vorher, damit die Person nichts merkt.
6. Eine Spende im Namen der Person
Passend für Kolleginnen und Kollegen, die erkennbar wenig Wert auf Gegenstände legen. Wichtig: Die Organisation sollte zu den bekannten Überzeugungen der Person passen, sonst wirkt es beliebig. Kombinieren Sie es mit einer Urkunde oder etwas Greifbarem – eine reine Überweisung fühlt sich am Abschiedstag leer an.
7. Ein Abonnement mit langer Laufzeit
Zeitschrift, Kaffee, Wein, Blumen: Der Vorteil liegt in der Wiederholung. Jede Lieferung ist eine Erinnerung an das alte Team. Achten Sie auf die Kündigungsbedingungen – ein Abo, das sich stillschweigend verlängert, ist kein Geschenk, sondern eine Verpflichtung.
8. Ein personalisiertes Schmuck- oder Schreibgerät
Für Vorgesetzte und formellere Anlässe. Eine dezente Gravur mit Datum genügt; ausführliche Widmungen machen den Gegenstand untragbar. Qualität ist hier wichtiger als der Personalisierungsaufwand.
9. Eine Weiterbildung oder ein Kurs
Beim Jobwechsel ein starkes Signal: Wir glauben an das, was Sie als Nächstes tun. Sprachkurs, Zertifizierung, Workshop. Klären Sie vorab, ob die Person zeitlich überhaupt dazu kommt.
10. Ein handgeschriebener Brief
Als alleiniges Geschenk zu wenig, als Beigabe unschlagbar. Ein echter Brief – nicht die Sammelkarte mit fünfzehn Kürzeln – wird aufgehoben. Wenn Sie nur eine Sache aus diesem Artikel mitnehmen: Schreiben Sie den Brief.
Die Sammlung im Team organisieren
Der Teil, über den kaum jemand schreibt, der aber regelmäßig für Unbehagen sorgt.
- Früh genug starten. Zwei bis drei Wochen Vorlauf. Wer am Vortag herumfragt, bekommt weniger zusammen und mehr genervte Blicke.
- Einen Richtwert nennen, keinen Pflichtbetrag. Eine Spanne wie fünf bis fünfzehn Euro nimmt den Druck und verhindert, dass sich jemand ausgeschlossen fühlt.
- Freiwilligkeit ausdrücklich betonen. Nicht alle Kolleginnen und Kollegen haben denselben finanziellen Spielraum, und nicht jeder stand der scheidenden Person gleich nah.
- Transparent bleiben. Sagen Sie, was gekauft wurde und was es gekostet hat. Ein Restbetrag gehört zurück oder in eine gemeinsame Karte.
- Eine Person übernimmt die Verantwortung. Geteilte Zuständigkeit führt zuverlässig dazu, dass am Ende niemand etwas gekauft hat.
Wenn das Unternehmen das Geschenk übernimmt
Verabschiedet nicht das Team, sondern der Arbeitgeber, gelten andere Maßstäbe. Das Geschenk repräsentiert dann das Unternehmen und sollte entsprechend hochwertig und neutral genug sein, um für unterschiedliche Empfänger zu funktionieren.
Genau hier spielen Geschenkbäume ihre Stärke aus: Sie lassen sich in beliebiger Stückzahl bestellen, mit einer Banderole im Corporate Design versehen und auf Abruf termingenau versenden – etwa für mehrere Verabschiedungen im Jahresverlauf oder für Dienstjubiläen. Mehr dazu finden Sie unter Geschäftlich.
Zur steuerlichen Behandlung von Geschenken an Mitarbeitende und Geschäftspartner gelten je nach Anlass, Höhe und Empfängerkreis unterschiedliche Regelungen. Klären Sie diese vor größeren Aktionen mit Ihrer Steuerberatung oder Ihrer Personalabteilung.
Die Übergabe: drei Dinge, die den Unterschied machen
Ein gutes Geschenk kann durch eine unbeholfene Übergabe verlieren. Drei einfache Regeln:
Wählen Sie den richtigen Rahmen. Zwischen Tür und Angel wirkt jedes Geschenk beiläufig. Ein kurzer, angekündigter Moment mit dem Team genügt vollkommen.
Sagen Sie, warum. Erklären Sie in zwei Sätzen, weshalb gerade dieses Geschenk gewählt wurde. Bei einem Baum ist die Begründung mitgeliefert – bei einem Gutschein müssen Sie sie selbst formulieren.
Lassen Sie die Person antworten. Planen Sie eine Pause ein. Abschiede sind emotional, und der häufigste Fehler besteht darin, sofort zum Sekt überzugehen.
Häufig gestellte Fragen zum Abschiedsgeschenk für Kollegen
Wie viel Geld gibt man für ein Abschiedsgeschenk für Kollegen aus?
Bei einer Sammlung im Team sind fünf bis fünfzehn Euro pro Person ein üblicher Richtwert. Als Einzelperson für eine nahe Kollegin oder einen nahen Kollegen liegen zwanzig bis fünfzig Euro im gängigen Rahmen. Entscheidend ist weniger die Summe als die erkennbare Überlegung dahinter.
Was schenkt man einem Kollegen zum Jobwechsel?
Passend ist alles, was den Neuanfang markiert statt zurückzublicken: ein Baum als lebendiges Symbol für Wachstum, hochwertige Ausstattung für den neuen Arbeitsplatz, ein Erlebnisgutschein oder eine Weiterbildung. Firmenbedruckte Artikel des bisherigen Arbeitgebers sollten Sie vermeiden.
Was ist ein passendes Abschiedsgeschenk für den Chef?
Etwas Hochwertiges mit symbolischem Gehalt und ohne zu persönliche Note. Ein Baumgeschenk, ein dezent graviertes Schreibgerät oder ein gerahmtes Teamfoto funktionieren gut. Vermeiden Sie Insider-Witze, die außerhalb des engsten Kreises nicht verstanden werden.
Ist ein Baum als Abschiedsgeschenk zu ungewöhnlich?
Er fällt auf, wirkt aber nicht deplatziert – im Gegenteil: Ein Baum ist ein etabliertes Symbol für Wachstum und Beständigkeit und deshalb bei Abschieden besonders passend. Wichtig ist die Übergabe mit einer kurzen Erklärung der Symbolik.
Was tun, wenn der Kollege keinen Garten hat?
Ein junger Baum lässt sich mehrere Jahre in einem ausreichend großen Kübel auf Balkon oder Terrasse halten. Viele Beschenkte pflanzen ihn später bei einem Umzug in den eigenen Garten oder bei Familienangehörigen ein.
Wie organisiert man eine Sammlung im Team richtig?
Beginnen Sie zwei bis drei Wochen vorher, nennen Sie eine Spanne statt eines festen Betrags, betonen Sie die Freiwilligkeit und benennen Sie eine verantwortliche Person. Legen Sie am Ende offen, was gekauft wurde und was es gekostet hat.
Braucht es zusätzlich zum Geschenk noch eine Karte?
Ja. Ein handgeschriebener Brief oder eine Karte mit persönlichen Zeilen wird häufig länger aufbewahrt als das Geschenk selbst. Sammelkarten mit reinen Unterschriften erfüllen diesen Zweck kaum.
Fazit
Das beste Abschiedsgeschenk ist nicht das teuerste, sondern das, an das sich die Person in fünf Jahren noch erinnert. Gutscheine werden eingelöst und vergessen, Dekoration verschwindet beim nächsten Umzug. Ein Baum dagegen steht dann immer noch im Garten – gewachsen, sichtbar, und jedes Jahr ein wenig größer.
Wenn Sie eine Kollegin oder einen Kollegen verabschieden möchten, finden Sie unter Baumarten alle verfügbaren Bäumchen mit ihrer jeweiligen Symbolik. Für Verabschiedungen im Namen des Unternehmens oder in größerer Stückzahl beraten wir Sie gerne unter Angebot einholen.